Nahrungsergänzungsmittel: Die 5 größten Fehler

Wenn es darum geht, geeignete Nahrungsergänzungsmittel zu finden, gibt es verschiedene Wege, die Verbraucher versuchen zu gehen. Die einen vertrauen auf ihren Arzt. Andere haben mal irgendetwas gelesen. Wieder andere rennen einfach zum DM und kaufen, was sie gerade anlacht. Was ist richtig und was ist falsch?

Starten wir mit den typischerweise größten Fehlern, die fast alle Menschen am Anfang begehen – mich eingeschlossen. Es hat viel mit der Einstellung und Perspektive auf Nahrungsergänzungsmittel zu tun.

Nahrungsergänzungsmittel: Der größte Fehler (1)

Ich weiß, viele Leser haben sich zu meinem Newsletter angemeldet, weil sie auf der Suche nach hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln sind. Der ein oder andere fragt sich vielleicht schon die ganze Zeit „warum gibst Du mir nicht direkt ein paar Empfehlungen? Ich will endlich wissen, was die besten Nahrungsergänzungsmittel sind!“

Nun, diese und ähnliche Fragen möchte ich mit einem Wort beantworten. Denn was denkst Du, ist der größte Fehler beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln?

ungeduld2Ungeduld. So einfach.

Bitte lass Dir nicht von anderen sagen, was gut für Dich ist oder was Du zu kaufen hast – und zwar schnell schnell, bei einem möglichst billigen Anbieter, damit Du möglichst wenig nachdenkst. Es braucht etwas Geduld oder einen Experten, dem man wirklich vertraut.

Warum? Weil Ungeduld dazu führt, dass man Nahrungsergänzungsmittel nicht als das erkennt, was sie wirklich sind: Lebensmittel

Sie werden degradiert als „Tablettchen“, sie werden als „Zwischenlösung“ angesehen, wenn mal etwas schief läuft oder als irgend so ein „Dings“, dass man mal zwischendurch einwirft, aber nicht so richtig weiß warum.

Nahrungsergänzungsmittel sind Nährstoffkonzentrate und damit Lebensmittel, ein Teil der Ernährung. Wie könnte es auch anders sein?

Unsere moderne Ernährung hat immense „Lücken“, enthält Gifte, belastet unseren Darm und vieles mehr. Nahrungsergänzungen wiederum sollen ebendiese Lücken füllen und Belastungen entgegenwirken. Das kann doch aber nicht funktionieren, wenn wir Nahrungsergänzungsmittel „nur mal zwischendurch“ verwenden, wenn es uns gerade schlecht geht oder wenn wir im Labor synthetisch hergestellte Vitamine schlucken.

Wir müssen Nahrungsergänzungsmittel als ein Puzzleteil unserer Ernährung betrachten, eben als ErGÄNZung, hin zum Ganzen, zur Vervollständigung. Dieses Verständnis entwickeln aber nur die wenigsten. Denn dafür muss man sich – zumindest in kleines bisschen – mit dem Thema auseinandersetzen.

Nahrungsergänzungsmittel sind LEBENsmittel und verdienen entsprechende Wertschätzung. Sie schließen offene Lücken oder unterstützen bei modernen Belastungen.

Ungeduld führt zu einer falschen inneren Einstellung – die ich gerne anhand von Metaphern mit herkömmlichen Lebensmitteln verdeutlichen möchte – und das wiederum führt zu einigen Folgefehlern, zum Beispiel…

Fehler 2) Was kost das?

Der deutsche Otto-Normal-Verbraucher ist extrem preisbewusst oder anders gesagt: Geizig. Er will möglichst schnell, möglichst viel, möglichst billig – selbst bei Lebensmitteln. Aber wohin hat uns das gebracht? Zu Pferdefleisch in der Lasagne, zu Werbeversprechen, die nicht eingehalten werden, zu Milch aus Massentierhaltung.

Der Großteil der Lebensmittel im Supermarkt ist ungesund. Warum sollte es bei Nährstoffkonzentraten anders sein?

Aus Ungeduld folgt, dass man LEBENsmittel nicht mehr als das erkennt, was sie wirklich sind, dass man ihren Wert nicht mehr schätzt. Sie ermöglichen Leben und sind kein Verdauungsfraß, den man kiloweise in sich reinstopft. Ich sehe es immer wieder „da bei DM gibt es Basentabletten für 1,95€“. Oder „bei Amazon gibt es eine Kapsel Fischöl für 10 Cent.“

Wow, herzlichen Glückwunsch! Und dann erhalten die billigsten Kapseln die beste Bewertung. „5 Sterne, tolles Produkt.“

Nun, betrachte in Zukunft solche Bewertungen mal mit dem Hintergrundwissen, dass nach meiner persönlichen Erfahrung und laut Studien über 95% der Fischöl-Produkte am Markt nicht nur billig, sondern auch hochgradig ranzig sind. (Übrigens gilt ähnliches für viele andere Öle, wie zum Beispiel Leinöl.)

Zum Vergleich: Wenn Du in ein Restaurant zum Essen gehen würdest und der Koch serviert Dir einen alten, stinkenden, ranzigen Fisch – würdest Du dann 5 Sterne vergeben? „Grandioses Essen, richtig schön billig.“ Wohl kaum.

Aber wie sollen es Verbraucher auch besser wissen. Denn man sieht Nahrungsergänzungen ihre Qualität nicht an. Man kann sie als Laie überhaupt nicht beurteilen. Im Supermarkt ist es schon schwer. Nutella riecht ja auch nicht nach billigem Palmöl. Aber bei Nahrungsergänzungen ist es noch viel schwieriger. Lass mich Dir noch eine Metapher geben:

Metapher: Ernährt sich ein Mensch gesund, wenn er bei seinen Lebensmitteln nur auf den Preis achtet? Möglichst viele Gramm Hühnchen für möglichst wenig Euro? Ist das eine geeignete Methode, um die Qualität von Lebensmitteln zu bestimmen? Oder sie zu vergleichen? Mal ehrlich: Ein Kilo Hack für 1€, ein Liter Milch für 10ct, würdest Du Luftsprünge machen oder würdest Du nicht eher verdammt skeptisch werden?

Nahrungsergänzungsmittel sind genauso ein Lebensmittel wie Olivenöl oder Orangensaft. Sie sind klein und sehen nach wenig aus, deshalb sollen sie auch wenig kosten. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Für Nahrungsergänzungen werden die kostbarsten Rohstoffe eines Lebensmittels gewonnen und konzentriert.

Gerade hier geht es doch nicht um Mengen, sondern in erster Linie um Qualität. Schließlich sollen sie Deine Ernährung konzentriert verbessern und nicht konzentriert verschlechtern. Bei Gummibärchen kann man gerne am Preis sparen. Aber Nahrungsergänzungen sind die letzten Produkte, bei denen ich an der Qualität sparen würde.

Amateur-Fehler Nr. 2: Ungeduld führt dazu, Lebensmittel auf ihren Preis zu reduzieren.

Fehler 3) Ich hab‘ da mal was gelesen

Das Thema Qualität schauen wir uns später noch genauer an. Aber die erste Frage sollte doch lauten „WAS brauche ich überhaupt?“ Und erst danach: „Welches ist das Beste?“ Ich erhalte täglich Mails von Lesern, die mich nach Produktempfehlungen fragen: „Was ist eine Alternative zu Krillöl? Was ist das beste Fischöl? …“

Manchmal antworte ich ganz plump „warum willst Du das überhaupt wissen?“ Manche sind dann vollkommen vor den Kopf gestoßen. Sie wollen das beste Fischöl – und bitte schnell, schnell, schnell – aber wissen noch nicht einmal, warum gerade Fischöl.

Ich habe mich gefragt, wo dieses Denkmuster herkommt, nur einzelnen Nährstoffen hinterher zu rennen.

  • „Vitamin B12 – Wow suuuper wichtig!“
  • “Magnesium – Jetzt, möglichst viel und billig!“
  • “Krillöl – Waaahnsinn, brauche ich!“
  • „CBD heilt alles!“
  • „Nein liposomale Vitamine sind das Nonplusultra!“

Die Antwort liegt auf der Hand: (Manipulative) Werbung

Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, wird es schnell klar: Die Gewinnspanne liegt bei billigen Produkten immer höher als bei hochwertigen.

Zum Vergleich: Bei welchen Lebensmitteln ist die Gewinnspanne am höchsten? Nicht bei frischem Obst und Gemüse, nicht bei hochwertigem Olivenöl. Sondern bei CocaCola, Nutella und Snickers. Warum? Weil diese Produkte extrem billig herzustellen sind.

Bei Nahrungsergänzungen ist es dasselbe. Produkte aus dem Discounter sind zwar billig, aber nicht preiswert – sie sind ihren Preis nicht wert. Im Gegenteil. Hier werden billigste Rohstoffe, ohne tieferen Plan zusammengewürfelt, schlampig verarbeitet und viel zu teuer verkauft. Und genauso gehen leider über 95% aller Hersteller vor.

Damit das klappt, orientieren sie sich an Schlagwörtern und Modebegriffen, weil das für den typischen Konsumenten ausreicht. Das ist jedoch im besten Fall sinnlos, häufig sogar schädlich. Denn gesunde Ernährung besteht nicht aus ein paar wild zusammengewürfelten Einzelwirkstoffen.

Dem typischen Hersteller ist das egal, weil es zu viel Erklärung bedarf und zu kompliziert ist. Ihnen ist die Wirkung egal. Ihnen sind wir Konsumenten egal. Denn die breite Masse wechselt morgen sowieso das Produkt, wenn der nächste Hype ausbricht.

Die Frage ist, wollen wir bei diesem Spiel mitspielen? Wollen wir einzelne Trend-Stoffe einschmeißen? Oder wollen wir Ernährung als Gesamtbild betrachten?

Metapher: Morgen kommt eine Studie heraus, die besagt, dass Fischköpfe besonders gesund sind. Bestellst Du dann ab sofort im Restaurant einen Fisch, schmeißt den Körper weg und isst nur noch den Kopf?

Amateur-Fehler Nr. 3: Wer sich auf Einzelwirkstoffe stürzt, fällt den Tricks der Marketing-Gurus zum Opfer.

Fehler 4) Nährstoff X hilft bei Symptom Y oder Krankheit Z

Aus dem Denken in Einzelwirkstoffen resultiert fast immer eine Erwartungshaltung – oder umgekehrt, ich weiß es nicht. Aber ich werde auch oft nach möglichen Heilmethoden gefragt. Bluthochdruck, zu hohe Cholesterinwerte oder schwere Krankheiten.

Ursache – Wirkstoff.

Symptom – Medikament.

Eine derartige Denkweise kennen wir aus der Medizin, hat jedoch im Bereich Ernährung wenig verloren. Leider wird sie von unseriösen Herstellern begrüßt und gefördert, weil es wieder einzelne Nährstoffe rechtfertigt.

PantherMedia 12609620„Hast Du morgens Probleme in Schwung zu kommen? Dann brauchst Du Magnesium.“

Schwachsinn! Es kann hunderte Gründe haben, warum Du morgens Probleme hast in Schwung zu kommen. B-Vitamine bei Konzentrationsproblemen, Omega3-Fettsäuren bei ADHS, Magnesium für Energie.. oder warte, war es B12? Diese Art der Argumentation ist irreführend und falsch. Wir reden hier von der Basis einer gesunden Ernährung und nicht von Medikamenten.

Metapher: Wie würdest Du reagieren, wenn Dir irgendein Guru erklärt: „Wer eine Brille trägt, muss täglich Karotten essen. Wer dagegen Kopfschmerzen hat, sollte Brokkoli essen.“

Das ist doch im ersten Schritt absoluter Unsinn. Ganz viele Menschen setzen hohe Erwartungen an ihre Nahrungsergänzung und erhoffen sich Ergebnisse – am besten mal wieder schnell, schnell. Nahrungsergänzungsmittel können Deine Ernährung verbessern, gesunde Ernährung wiederum kann Deinen Körper unterstützen, ja, gesunde Ernährung kann Dein Leben verändern – absolut richtig.

Aber wir reden hier immernoch von Ernährung und die wirkt als Gesamtpaket. Einzelne Nährstoffe wirken nicht pauschal gegen einzelne Symptome. Vitamin D bringt gar nichts, wenn alle anderen Vitamine fehlen.

Im ersten Schritt müssen wir immer erstmal die Ernährung betrachten. Erst wenn alle Lücke gefüllt sind, kann man auf Symptome eingehen.

Amateur-Fehler Nr. 4: Wer lediglich einzelne Nährstoffe für bestimmte Symptomen verwendet, betrachtet Ernährung nicht als Gesamtpaket.

Fehler 5) Ich frag‘ mal meinen Hausarzt

Viele Verbraucher sind einfach nur noch verwirrt. Deshalb suchen sie irgendeine Vertrauensperson und das ist für viele der Arzt. Der sieht kompetent aus, soll einen Vitaminmangel über das Blutbild erkennen und im Notfall einzelne Vitamine verschreiben. Das mag Dich jetzt vielleicht verwundern, doch auch hier gibt es zwei Knackpunkte:

1) Dein Arzt hat vermutlich keine Ahnung von Ernährung und keine Ahnung von Prävention

Es ist ein häufiges, aber großes Missverständnis, den Arzt mit einem Ernährungsberater zu verwechseln. Frag mal Deinen Arzt, wie viel Platz die Ernährungswissenschaft im Medizinstudium erhält. Ich kann Dir sagen, was der Arzt meines Vertrauens ehrlich geantwortet hat: Er hat gelächelt, zwei Finger zu einem Kreis geformt und gesagt „Zero“. Du kannst also auch gleich Deinen Automechaniker um Rat fragen.

Weder Ernährung noch Prävention sind Fachgebiete Deines Arztes. Ein Arzt hat nur Ahnung davon, wenn er sich dieses Wissen eigenständig aneignet – wofür die meisten aber gar nicht die Zeit haben und übrigens auch nicht bezahlt werden.

2) Das Blutbild ist nicht zuverlässig

Ein genauso großer Irrglaube ist, dass das Blutbild unfehlbar wäre. Erstmal Klartext: Kein Blut-Test dieser Welt ist zu 100% zuverlässig – auch das kann Dir jeder seriöse Arzt bestätigen.

Was meinst Du, wie oft selbst Krebs im Endstadium übersehen wird und unentdeckt bleibt? Was meinst Du, wie häufig Menschen angeblich top Blutwerte haben und trotzdem einen Herzinfarkt bekommen? Man spricht nicht gerne darüber, aber es ist Alltag. Warum sollte es bei Vitaminen anders sein?

Im Gegenteil, hier ist es noch schwieriger. Die meisten Ärzte wissen nicht mal, was sie testen sollen. Der typische Vitamintest hat ungefähr Null Aussagekraft. Man kann natürlich zu einem Fachexperten gehen und jedes Quartal ein Blutbild für 1.000€ machen. Aber nicht nur ist das unnötig teuer, auch bleibt es dabei: Jedes Blutbild ist immer nur ein Schnappschuss – und ein unzuverlässiger obendrauf.

Metapher: Du sollst eine Party beschreiben anhand von 10 Fotos. Was denkst Du, wie genau Du die Party beschreiben könntest? Stimmung? Gespräche? Musik? Vermutlich nur sehr ungenau. Und wenn am Ende der Party das gesamte Haus abgebrannt wäre, hättest Du keine Ahnung davon, wenn nicht zu exakt diesem Zeitpunkt jemand ein Foto gemacht hätte. Richtig?

Genauso verhält es sich beim Blutbild. Der Irrglaube entsteht dadurch, dass man denkt, wir hätten riesige Vitaminspeicher, die wir einmal im Jahr auffüllen könnten und dann wäre alles in Ordnung.

Völliger Quatsch. Sonst müsstest Du auch nicht mehr täglich essen, sondern nur noch einmal im Jahr. Oder? Dein Körper ist kein Depot, das Du ab und zu mal auffüllen und dann ignorieren kannst. Ich weiß, sorry, wenn ich hier Träume zerstöre. Es ist eine angenehme Vorstellung, aber so funktioniert Ernährung einfach nicht.

Nährstoffe schwanken jeden Tag. Heute kämpft Dein Körper vielleicht gegen ein Virus und braucht zusätzliches Vitamin C. Morgen hast Du ein anstrengendes Tennis-Match und schwitzt dabei ordentlich Mineralien aus. Übermorgen hast Du Stress auf der Arbeit, was B-Vitamine verbraucht. Und so weiter. Es gibt jeden Tag hunderte Einflüsse auf Deinen Körper, die völlig unterschiedliche Nährstoffe kosten. Mal isst Du das eine, mal das andere.

Die Idee, dass jetzt irgendjemand sagen könnte, „ach Frau Soundso, gestern waren Sie schlecht bei Calcium und Magnesium aufgestellt, aber heute sind es Vitamin C und B12“ ist technisch gar nicht möglich – und mal ehrlich, eigentlich auch vollkommener Unsinn.

Der Arzt kommt bei Krankheiten ins Spiel, nicht um Deine Ernährung durchzuplanen. Mit einem Blutbild kannst Du keinen Mangel bekämpfen, sondern lediglich erkennen, ob es an manchen Stellen ganz besonders brennt. Mehr aber auch nicht.

Amateur-Fehler Nr. 5: Der Arzt ist kein Ernährungsexperte. Ernährung nach dem Blutbild ergibt keinen Sinn.

Fazit: Die 5 größten Fehler

Fällt Dir ein Muster auf? Die größten Fehler entstehen aus Ungeduld. Dann erkennt man Nahrungsergänzungen nicht als Lebensmittel, macht gesunde Ernährung nur noch einmal im Jahr, jeder braucht etwas anderes oder Ernährung ist plötzlich vom Sternzeichen abhängig.

Nein. Die Basis ist für uns alle gleich und Ernährung ist ein großes Gesamtpaket, jeden Tag aufs Neue. Klar ist Magnesium gesund. Natürlich sind Omega-3-Fettsäuren unersätzlich wichtige Bausteine und wirken entzündungshemmend. Aber ist deswegen Calcium unwichtig geworden? Was ist mit Vitamin K? Ist es aus der Mode gekommen? Ist es uncool geworden? Brauchen wir es jetzt nicht mehr?

Das ist der falsche Weg, den leider nicht nur viele Laien, sondern auch selbsternannte Experten einschlagen. Das liegt auch daran, dass sich die meisten nur auf ein Gebiet konzentrieren. Da gibt es den Vitamin-D-Experten, da den Jod-Experten, da den für B-Vitamine – und rate mal, jeder ist von „seinem“ Nährstoff begeistert. Aber es gibt nur wenige Experten, die sich mit dem Gesamtbild beschäftigen.

Das ist jedoch besonders wichtig. Denn in der Theorie hat jeder Nährstoff eine Aufgabe, aber in der Realität braucht jeder Nährstoff auch seine natürlichen Mitspieler.

Das möchte ich an einem letzten simplen Beispiel verdeutlichen. Nehmen wir an, ein Laie ergänzt nur Vitamin D, um „seine Knochen zu stärken“:

  • Dann braucht Vitamin D zum Beispiel Vitamin K, damit es nicht toxisch wirkt,
  • außerdem braucht es Vitamin A, damit Vitamin D wirken kann,
  • zudem braucht es Calcium, damit Vitamin D überhaupt aufgenommen wird,
  • außerdem kann Calcium nur richtig wirken, wenn auch genug Magnesium vorhanden ist,
  • zudem gibt es viele weitere Nährstoffe, die für gesunde Knochen wichtig sind, darunter ganz unbekannte wie Chrom.

Das soll Dir nur einen kleinen Einblick in die Komplexität geben. Aber Du siehst schon, es entsteht eine lange Kette, um eine optimale Wirkung zu erhalten. Ernährung ist mehr als sich nur ein paar einzelne Bauklötzchen rauszusuchen – weil sie gerade im Trend liegen.

So machst Du es besser:

Experten-Tipps:
  • Nur wer sich mit Ernährung beschäftigt, kann Nahrungsergänzungen richtig verstehen
  • Bei Nahrungsergänzungen ist Qualität noch wichtiger als bei anderen Lebensmitteln
  • Wenn wir unsere Ernährung wirklich verbessern wollen, sollten wir ganzheitlich ergänzen und Nährstoffe immer mit ihren natürlichen Mitspielern kombinieren

Es ist doch eigentlich ganz simpel: Die Grundbedürfnisse unseres Körpers sind bei uns allen gleich. Ein Vegetarier braucht genauso Proteine wie ein Fleischfresser. Ein Mann braucht genauso Folsäure wie eine schwangere Frau. Ein Kind mit ADHS braucht genauso Omega3-Fettsäuren wie ein gesunder Erwachsener. Ernährung muss als Gesamtpaket stimmig und gesund sein.

Genau deshalb gebe ich auch keine öffentlichen Produktempfehlungen. Weil es mir nicht darum geht, schnell schnell ein (billiges) Produkt an den Mann zu bringen. Das überlasse ich denen, die sich dafür hergeben. Mir ist es wichtig, dass Du Ernährung und Deinen Körper wirklich verstehst und Erfolge siehst. Ich will Menschen die Augen öffnen: Es gibt einen besseren Weg. Wie dieser Weg aussieht, zeige ich Dir in den nächsten Teilen Schritt für Schritt.

Wie sieht es bei Dir aus? Bist Du schon mal aus Versehen in die Schnell-schnell-Falle getappt? Hat Dir der Artikel zum Umdenken verholfen?

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  • Brigitte sagt:

    Hallo Pascal, vielen herzlichen Dank für deine sehr wertvollen Einblicke! Damit hilfst du mir, meinen eigenen Blickwinkel neu auszurichten.
    Meine Nahrungsergänzung ( Daily Plus ) habe ich für mich schon vor einigen Jahren über Mundpropaganda gefunden – es ist in Pulverform und enthält zahlreiche Vitamine, Mineralien, Kräuter, Ballaststoffe, Bakterienstämme, etc.! Es ist nicht über den „normalen“ Handel erhältlich, sondern über eine spezielle Firma ( Life Plus ).
    Es kostet zwischen 60€ und 70€. Es ist für mich sehr wertvoll, da es sehr
    umfangreich in der Zutatenliste ist.
    Trotzdem bin ich in Vergangenheit nicht so wertschätzend damit und mir selbst umgegangen, hatte manchmal aus finanziellen Gründen zwischendurch pausiert, auch mal andere einzelne Nahrungsergänzungen ausprobiert – die aber kaum Wirkung bei mir zeigten. Gedankenlich wollte ich tatsächlich nach etwas suchen, was „günstiger“ war – hatte aber nichts gefunden was mich zufriedenstellte – und meinem inneren Gefühl entsprechend bin ich immer wieder zu Daily Plus zurückgekehrt -auch weil es mir und meinem Körper einfach GUT und WOHL tat.
    Mein Körper und Seele haben schon längst sich damit verbunden – nur mein Verstand brauchte noch etwas mehr Zeit, um zu begreifen, daß ich längst hatte, wonach ich suchte und was ich brauchte.
    „Um einen Dschungel zu durchschreiten, braucht man die stete Besinnung auf das Wesentliche und aber auch die Umsicht auf das was einen umgibt sowie unerschütterliches Vertrauen sich in Liebe und Freude dem Leben zuzuwenden.“
    Wenn man mal vor lauter Bäume den Wald nicht sieht, ist es gut, dann für einen Moment stehen zu bleiben, um sich selbst wieder wahrzunehmen.

  • Hi, ich bin Pascal Pape

    Ich zeige Dir, wie Du Deine Gesundheit optimierst. Lass uns gemeinsam hinterfragen, was wirklich gesund ist. Mehr über mich…

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